'Schund und Sühne' von Anna Basener

Verlag: Eichborn

Ersterscheinung 31.01.2019

Seitenzahl: 240

ISBN: 9783847906537

Preis: 18,00 Euro (Paperback)

Originaltitel: Schund und Sühne

Originalsprache: Deutsch

 

Inhalt:

Adel in Deutschland? Haben Sie schon einmal hinter die Kulissen geblickt? Nein, dass ist das ihr Buch.

Kat, eine junge Groschenromanautorin, gewinnt ein Literaturstipendium auf Schloss Rosenbrunn und hat die Chance den Adel, mit all seinen Fehlern, kennen zu lernen, jedoch möchte sie eigentlich aufhören für Schund und Kitsch zu schreiben. Und dann ist da noch ein angestellter Rosenzüchter, der auch den schwulen Prinzen, die depressive Fürstin und die Prinzessin mit dem gebrochenen Herzen kennenlernt. Werden es alle Beteiligten schaffen diese explosive Mischung zu überleben?

 

Meinung:

Ich hatte von der Autorin zuvor noch nichts gelesen, aber schon der Titel in Kombination mit dem an ein Computerspiel der 90er Jahre erinnernden Cover hat mich angesprochen und ich war gespannt was mich als Geschichte erwarten würde. Und da hatte ich mir nicht zu wenig versprochen. Eine Groschenromanautorin, neben einem Rosenzüchter, als Hauptprotagonisten einzusetzen, fand ich wunderbar erfrischend. Und nach ein paar Seiten war ich auch schon mittendrin beim Adel in Deutschland und bei ihren Problemen. Bemerkenswert war das sämtliche Personen nur mit Spitznamen angesprochen wurde, was mich aber in so manche verwirrende Situation brachte, da die manchmal schon ähnlich klangen und ich schnell Personen verwechselte.

Was mit den Spitznamen verkürzt wurde, haben die aktuellen und wichtigen Themen eingenommen. So wird unter anderem Homosexualität, wenn man Nachkommen zeugen muss, neben dem Umweltschutz, angesprochen. Auch ansonsten bricht das Buch mit vielen moralischen Vorstellungen und es werden Szenen beschrieben, die definitiv nicht in einem Groschenroman vorkommen würden, im wahren Leben allerdings schon.

All diese wunderbaren Voraussetzungen haben aber nicht geholfen mich in das Buch zu verlieben. Mein Kopf sagt, dass es eine ganz tolle Posse ist, mein Herz spricht aber eine andere Sprache. Ich habe keinen Zugang zu den Protagonisten gefunden. Der Schreibstil und die Spitznamen gaben sein übriges. Ich habe immer wieder versucht einen Zugang zu finden, aber insgeheim war ich doch froh als das Buch dann zu Ende war.

 

Fazit: Eine tolle Posse auf den deutschen Adel, aber nicht für Jeden etwas. Schreibstil und Spitznamen haben mich nicht in die Geschichte abtauchen lassen und schlussendlich sind mir die Figuren und ihre Handlungen unerklärlich und egal geblieben.

 

3 von 5 Sternen!

 

Dieses Leseexemplar wurde mir bedingungslos von der Lesejury zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

 

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