Kann man mal machen von Mirellativegal

Verlag: Community Editions

Ersterscheinung 2018

Seitenzahl: 303

ISBN-13: 9783960960546

Preis: 12,00 Euro (Taschenbuch)/ 09,99 (e-book)

Originaltitel: Kann man mal machen

Originalsprache: Deutsch

 

Inhalt:

Im Internet sehen immer alle gut aus, sind glücklich und haben weder Poren noch Probleme. Oder sie vertreten antiquierte Rollenbilder und pöbeln gegen Schwächere. Mirella vom Kanal Mirellativegal hat keine Lust mehr darauf, von überall eingeredet zu bekommen, wie sie zu sein und was sie zu lassen hat. Sexismus steht ebenso auf ihrer Abschussliste wie Low Carb und Perfektionsdruck, gehirnzellenfressender Medienkonsum und Datingwahnsinn.
Ein dickes Fell allein oder endlose Meckertiraden helfen jedoch niemandem weiter. Daher liefert Mirella die passende Motivation, um das eigene Leben entspannter zu gestalten, gleich mit. Empathische Kommunikation, Horizonterweiterung und die konsequente Achtung der eigenen Bedürfnisse stehen hierbei im Mittelpunkt. Denn letztlich ist die beste Waffe gegen die Negativität von außen, sich selbst gut leiden zu können. Und das kann man echt mal machen!

 

Meinung:

Selten habe ich so ein reflektiertes Buch gelesen, dass sich mit dem Leben eines 20 bis 30-jährigem Menschen beschäftigt. Facettenreich werden die Bereiche des online und alltäglichen, sozialen Leben dargestellt und hinterfragt. Mirella lässt dabei kein Thema aus, dass junge Leute (inklusive mir) beschäftigt. So sind Trash TV, Schönheitsideale, Kommunikation und Sex Themen die angesprochen werden. Man kann jetzt argumentieren, dass es davon schon mehrere Bücher auf dem Markt gibt, allerdings finde ich die Beleuchtung der einzelnen Themen wirklich gelungen. Mirella versucht auch Bereiche des jeweiligen Themas auszuleuchten, dass nicht unbedingt ihrer Meinung entspricht und das finde ich sehr bemerkenswert. Kommunikation und Verstehen von Mitmenschen ist eine Fähigkeit die immer mehr verschwindet und umso mehr brauchen wir genau solche Bücher!

Diese sehr interessanten Themen unterstreicht sie mit einem angenehmen Schreibstil, der mit einem angenehmen Maß an Jugendwörtern gespickt ist.

Wer allerdings z.B. noch nie etwas vom Dschungelcamp oder von Internet Memes gehört hat, sollte sich vor oder während Lesens des Buches noch einmal informieren, denn nur mit dem nötigen Hinterwissen macht manche Textzeile Sinn.

 

Fazit: Ein wirklich lesenswertes Buch bei dem fast jeder Millenial etwas findet, dass er selbst schon einmal erlebt hat. Allerdings regt das Buch zum Nachdenken in jeder Altersgruppe an!

 

(Kein Rezensitionsexemplar, selbst gekauft)

 

5 von 5 Sternen!

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