Die Saphirtochter von Dinah Jefferies

Verlag: Bastei Lübbe

 

Ersterscheinung 28.06.2019

 

Seitenzahl: 400

 

ISBN: 9783785726457

 

Preis: 15,00 Euro (Taschenbuch)/ 9,99 (Kindle)

 

Originaltitel: Die Saphirtochter

 

Originalsprache: Deutsch

 

 

 

Ceylon, 1935. Louisa Reeve, Tochter eines erfolgreichen Edelsteinhändlers, ist (scheinbar) glücklich verheiratet mit dem Geschäftsmann Elliot. Nachdem dieser allerdings eines Tages tödlich verunglückt, kommen Dinge über ihren Mann ans Tageslicht die alles verändern. Ein Doppelleben soll Louisas Mann geführt haben, um Antworten zu erlangen besucht sie die Zimtplantage die  ihr Mann so häufig besucht hat. Dort lernt sie Leo kennen und während die herrliche Plantage mit Blick auf den Indischen Ozean ihren magischen Zauber entfaltet, gerät Louisas Herz nicht nur wegen Elliots schockierendem Verrat zunehmend in Aufruhr ...

 

 

 

Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und ich wollte unbedingt wissen welchen Verrat es gegeben hat. Allerdings wurde ich immer enttäuschter umso mehr ich vom Buch gelesen habe. Hinzu kamen die vielen Fragezeichen in meinem Kopf die, statt immer weniger, immer mehr wurden. Sämtliche Konflikte im Buch werden entweder unter den Teppich gekehrt oder lösen sich in Luft auf. Natürlich ist immer zu Beachten das 1935 eine völlig andere Zeit war, in der auch das Frauenbild ein anderes war, aber gewisse menschliche Züge und Instinkte haben sich über die Jahrhunderte nicht verändert, sie wurden höchstens unterdrückt.

 

 

 

Die Hauptprotagonistin Louisa ist eine liebende Ehefrau, die völlig dem Klischee einer Ehefrau, die nur für ihren Ehemann lebt, entspricht. Der Ehemann Elliot hingegen entspricht völlig dem Klischee von einem Dandy der alles in den Schoß gelegt bekommen hat und keine Ahnung von nichts hat, sich aber für etwas viel besseres hält. Diese Eindimensionalität der Charaktere fiel mir schon zu Beginn des Buches auf und veränderte sich auch im Laufe nicht. Böse Menschen tun böse Dinge, nette Menschen sind immer nett und tun nur gute Dinge. Kein Mensch im echten Leben war und ist so. Jeder hat eine gute und eine schlechte Seite.

 

 

 

Was ich weiterhin noch sehr problematisch in Filmen und Büchern finde ist, wenn eine Person eine plötzliche 180° Kertwende in seiner oder ihrer Meinung durchführt. In diesem Buch geschieht das mit der Mutter von Elliot und auch bei einigen anderen Personen sind plötzliche Meinungsänderungen zu sehen. Das ist völlig unrealistisch, besonders wenn die Person vorher völlig überzeugt von sich war und die Änderung der Meinung nur geschehen ist, um das Buch zum Ende zu bringen. Das geht nicht. So etwas ist keine Charakterentwicklung.

 

 

 

Positiv sind der Schreibstil und die Beschreibung von Natur und Menschen zu nennen. Das Buch liest sich ohne große Schwierigkeiten und ist flüssig in der Ausdrucksweise.

 

 

 

Mein Fazit ist, dass es eine leichte Sommerlektüre ist, die viele offene Fragen lässt und keine wirkliche Charakterentwicklung vorweist.

 

 

 

3 von 5 Sternen

 

 

 

Dieses Leseexemplar wurde mir bedingungslos von der Lesejury (Bastei Lübbe) Deutschland zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

 

 

 

 

 

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